siedeln mit Router

Hintergrundinfos über Siedler3, router, port forwarding, etc

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Schwertkämpfer

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23.05.2006 - 22:16 Uhr

siedeln mit Router

Hallo zusammen!

Ich habe meinen Beitrag von damals nochmal ausgegraben, aber da sich am Spiel nichts geändert hat, dürfte er immer noch gültig sein. Mal abgesehen von einigen Links.

Im Folgenden möchte ich Informationen und Hilfen zu Siedler3 in Kombination mit einem Router präsentieren. Die Informationen stammen aus Forenbeiträgen, anderen Quellen im Netz, persönlichen Gesprächen oder Try&Error-Prozeduren.
Alle Angaben sind ohne Gewähr, der Autor haftet nicht für Fehlfunktionen oder Schäden an Router/Rechner oder sonstigem. Auch nicht für eingedellte oder angenagte Tischplatten.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Knight Jim :)

In letzter Zeit haben immer mehr Leute das Problem, daß sie Siedler 3 hinter einem Router (genauer: NAT-Router) spielen möchten und dies ohne besondere Einstellungen erstmal nicht funktioniert.
Dabei ist es egal, ob es nun ein Hardware-Router (DSL-Router sind ja grad sehr beliebt) oder eine Software-Lösung ist
(ich persönlich habe eine Linux/Netfilter/iptables Kombination :) ).
Bei einigen Software Lösungen soll es allerdings ohne besondere Einstellungen gehen, z.B. mit dem Windowseigenen ICS, die kennen scheinbar ihr eigenes proprietäres Protokoll ganz gut und haben dafür einen entsprechenden Proxy eingebaut.
Gambler hat dazu eine Anleitung geschrieben: http://settlers4.net/forum/thread.php?threadid=6442
Falls jemand ICS benutzen will, braucht er den ganzen Rest hier wohl eher nicht zu lesen.

Das grundlegende Problem, an dem alle zu knabbern haben, ist NAT (network address translation) in Kombination mit eingehenden Verbindungen. Die (zumindest bei vielen Routern) Lösung bzw. Umgehung des Problems ist portforwarding bzw. portmapping.

Was ist NAT?
Da ich das Rad nicht zweimal erfinden will:
Zitat
Original von http://www.belwue.de/support/ulm/faq/nat.htm
Im Internet hat i.d.R. jeder einzelne Rechner eine weltweit eindeutige Nummer, die IP-Adresse genannt wird. Diese IP-Adressen bestehen aus 4 Zahlengruppen (Oktette genannt), die durch Punkte getrennt sind. Zugeteilt werden diese IP-Adressen vom jeweiligen Provider, der seinerseits wiederum von einer übergeordneten Organistion einen mehr weniger grossen Block von Adressen erworben hat.

Die Adressen reichen von 0.0.0.0 bis 255.255.255.255. Der grösste Wert den ein Oktett annehmen kann, ist die grösste durch 8-Bit darstellbare Zahl, also 255 oder FF in hexadezimaler Schreibweise.

Es ist vereinbart, dass Nachrichten für folgende IP-Adressen im Internet nicht weitergeleitet (geroutet) werden, wobei eine alleinstehende Null jeden Wert von Null bis 255 annehmen kann:

10.0.0.0
127.0.0.0 [ local host ]
172.16.0.0
192.168.0.0

Diese Adressbereiche sind für sog. private Adressierung reserviert. Privat deshalb, weil diese Adressen eben nur innerhalb eines LANs Gültigkeit haben.

Damit aber Rechner dieser Adressbereiche auch am weltweiten Datenverkehr teilnehmen können, gibt es Programme (Protokolle genannt), die diese Datenpakete von Rechnern mit "privater" IP-Adresse quasi in einen neuen Briefumschlag stecken und diesen mit der eigenen weltweit eindeutigen Absender-Adresse versehen und über den Gateway hinaus ins Internet befördern.

Treffen aus dem Internet Antwort-Datenpakete ein, wird der Umschlag entfernt und am inliegenden Umschlag kann das Protokoll erkennen, welchem Rechner im LAN das Datenpaket zugestellt werden soll. Dieser Vorgang wird Adressumsetzung genannt.

Auf diese Weise ist es möglich, über eine einzige weltweit eindeutige IP-Adresse u.U. Tausende von Rechnern eines "privaten" LANs mit dem Internet zu verbinden, wobei dazu noch die Rechner des LANs von aussen her betrachtet transparent sind und auf die folglich auch von aussen her nicht unmittelbar zugegriffen werden kann.


Vielleicht das ganze nochmal laienhaft zusammengefaßt:
Um sich im Internet bewegen zu können, benötigt man eine öffentliche IP, die gibts vom Provider. Leider meist nur eine, obwohl man eventuell mit mehreren Rechnern online sein möchte. Um das Problem zu umgehen, ersetzt der Router als Absenderadresse bei jeder Anfrage aus dem eigenen Netz die private IP durch die (einzige) öffentliche IP und merkt sich zusätzlich, von welchem Rechner die Anfrage kam. So kann er eintreffende Antworten entsprechend zuordnen und an den richtigen internen Rechner weiterleiten.
Das funktioniert wunderbar für alle die Dienste/Protokolle, bei denen die Verbindung vom client (dem Rechner im eigenen Netz) initiiert wird, und bei dem die Antwortdaten nur über diese Verbindung gehen. Darunter fallen z.B. www, email, telnet/ssh und noch viele mehr.
Leider gehört Siedler 3 nicht zu dieser Kategorie.

Es gibt nämlich auch Protokolle, bei denen zwar ein client eine Verbindung zum server aufbaut, als Reaktion aber u.a. auch eine neue Verbindung vom Server zum client aufgebaut wird. Bekanntester Vertreter ist dabei wohl (active-)ftp mit seinem ftp-data Kanal.
Normalerweise ist dieses Verhalten auch kein Problem, im Zusammenhang mit NAT allerdings schon. Diese neue Verbindung baut der Server natürlich zur Ursprungsadresse seiner eingegangen Anfrage auf, und das ist die öffentliche IP des Routers (was anderes sieht der Server ja nicht). Folglich bekommt der Router eine eingehende Verbindung auf einem (beliebigen) Port. Da es eine neue Verbindung ist, ist sie für den Router erstmal keinem internen Rechner zugehörig, und da er mit eingehenden Verbindungen im Normalfall nichts anzufangen weiß, wird er sie wahrscheinlich verwerfen. Der interne client wartet seinerseits aber verzweifelt auf diese Verbindung, bis er irgendwann auf ein timeout läuft und die versuchte Verbindung abbricht.
Also muß man dem Router irgendwie beibringen, daß er die neue Verbindung doch bitte schön an den client weiterleiten soll, der die ursprüngliche Anfrage gestellt hatte. Teilweise klappt das sogar :)
So sollte heutzutage jeder NAT-Router auch mit ftp klarkommen, da es ein Standardprotokoll und enorm verbreitet ist. Durch das Wissen über das spezielle Protokoll kann der Router entsprechende Antwortverbindungen dem richtigen internen Rechner zuordnen.

Nun steht hier schon soviel Blabla und noch immer nichts zu Siedler 3, wann kommt der Typ endlich mal zur Sache? Jetzt (vielleicht) :)

Siedler 3 benutzt zur Kommunikation zwei unterschiedliche Protokolle:
Für den Lobbychat wird eine Eigenentwicklung von BB benutzt,
für den Mini-chat vor dem Spiel und für das eigentliche Spiel wird das direct-play Protokoll von Microsoft benutzt.
Protokolle sind oft an spezifische Port geknüpft, so auch hier, BB hat sie sogar in seiner FAQ vermerkt:
http://www.siedler3.de/faq/faq3.htm#3-002-1
Leider wird es wohl kaum einen Router geben, der diese (unbekannten) Protokolle von Haus aus unterstützt (im Gegensatz zum oben angesprochenen Protokoll ftp) ;)

Ein paar Worte zum direct-play-Protokoll, ohne Gewähr:
Wenn ein host ein neues Spiel öffnet, so wartet er auf port 47624 (tcp und udp) auf eingehende Anfragen.
Möchte sich ein Spieler einklinken, so verbindet er sich zu dem port und es werden diverse Informationen ausgetauscht.
Unter anderem wählen host und client jeweils zufällig einen port aus dem Bereich 2300 bis 2400.
Daraufhin baut der client zum zufälligen port des hosts eine Verbindung auf, anschließend der host eine andere Verbindung zum zufälligen port des clients. Dies geschieht jeweils einmal für tcp und einmal für udp.
Und genau dieser gegenseitige Verbindungsaufbau führt mit NAT zu den weiter oben angesprochenen Problemen, da der Router mit der eingehenden Verbindungsanfrage nichts anzufangen weiß, er kann sie nicht zuordnen, da er kein Wissen über dieses Protokoll hat.
Wenn dieser Verbindungsaufbau nicht vollständig zu stande kommt, erhält man das bekannte
"Status: verbinde" und nach einem timeout irgendwann "Status: nicht verbunden".

Genereller Lösungsvorschlag in bezug auf NAT:
ports 2300-2400 und 47624, jeweils TCP und UDP forwarden.

Das Lobbyprotokoll basiert komplett auf udp. Im Normalfall verbindet der client von port 3343 auf den lobbyserver mit Zielport 3344 und 3345 (ist zumindest meine Beobachtung).
Betritt man einen chatraum, so übermittelt der lobbyserver scheinbar ip und source-port der aktuellen teilnehmer, denn wenn man selber eine Nachricht schreibt, geht die nicht etwa an den Server und von da an die Teilnehmer, nein, sie wird direkt an jeden Teilnehmer einzeln geschickt. So ballert man also durch einen Satz bei 60 Teilnehmern gleich mal 60 Pakete raus, find ich schon irgendwie lustig :)
Da udp ein unzuverlässiges Protokoll ist, ist das vielleicht auch der Grund, warum die lobby ab und zu Nachrichten schluckt (obwohl sie effektiv damit gar nichts zu tun hat).

Genereller Lösungsvorschlag in bezug auf NAT:
die eigentliche Verbindung zum Lobbyserver(sofern man bei udp von Verbindung reden kann) wird mit den Standard NAT-Einstellungen gehandhabt, das ist also kein Problem.

Anders sieht es mit dem chatten aus.
Wie oben erwähnt wird der Text an den source-port der jeweiligen client-lobbyserver Verbindung geschickt. Das udp-Protokoll erlaubt sowas. Andereseits kann dieses auch als eine Sicherheitslücke angesehen werden:
http://www.kb.cert.org/vuls/id/24140
Je nach Router kann die lobby daher ohne gesonderte Einstellung gleich funktionieren, oder man muß zusätzlich ein
portforwarding für udp port 3343 einrichten (oder bei linux mit 2.2er kernel den dloose Schalter aktivieren).
Sollte der port 3343 auf dem siedlerrechner eventuell einmal durch eine andere Anwendung belegt sein, so nimmt Siedler den nächsthöheren, freien Port als Ausgang, in dem Fall müßte man nicht nur 3343, sondern auch noch 3444, 3345 usw. forwarden, um damit keine Probleme zu haben.

Dieser Post wurde 2 mal bearbeitet. Letzte Editierung: 10.04.2015 - 13:08 Uhr von ramstein.

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Schwertkämpfer

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23.05.2006 - 22:18 Uhr

Re: siedeln mit Router

Im Folgenden noch ein paar etwas spezifischere Anleitungen.

Mit einem PC hinterm Router siedeln

Die triviale Lösung:
Alle Verbindungsanfragen an den Router werden an den Siedlerrechner weitergeleitet.
Diese Option wird von den meisten Routern unterstützt, mögliche Namen sind SUA-Server, DMZ-Host oder Default Server oder ähnliches. Angeben muß man die (interne) IP des Siedlerrechners.
Vorteil: einfach zu konfigurieren. Wenn es damit nicht klappt, stehen die Chancen schlecht, daß es überhaupt mit dem Router geht.
Nachteil: Der Rechner wird wieder nach außen offen. Auch port-scans auf typische trojaner-ports und ähnliches werden an den Rechner weitergeleitet (hier sollte man besser mit einer firewall gegensteuern). Eventuell brauchen auch andere Rechner im Netz bestimmte eingehende Verbindungen, das ist dann wahrscheinlich nicht mehr möglich (das normale NAT läuft natürlich wie bisher auch).

Lösung mit selektivem Portforwarding:
Wenn der Router es unterstützt, sollte man ein portforwarding für folgende ports einrichten
2300-2400, tcp und udp
47624, tcp reicht aus, ansonsten tcp und udp
eventuell forwarding für den lobby-chat,
3343 (plus eventuell folgende), udp

portforwarding ist meist eine Option für Fortgeschrittene :) wenn man es nicht gleich findet vielleicht unter Advanced NAT-Options oder Advanced Setup schauen. Oft verbirgt es sich auch unter dem Punkt Special Applications, oder Virtual Server, oder, oder...
Vorteil: nur die benötigten Ports werden nach außen hin sichtbar.
Nachteil: aufwendiger zu konfigurieren.

Mit mehreren PCs hinterm Router siedeln

Jo, selbst das geht inzwischen, dank einiger findiger Leute, lange Zeit für unmöglich gehalten, aber es geht tatsächlich (wenn auch nicht unbedingt mit jedem Router). Natürlich muß man dafür etwas mehr Energie in die Konfiguration stecken.
Im Folgenden beschränke ich mich auf 2 Rechner.
Ein Problem bei mehreren Rechnern: direct play wählt zufällig ports aus dem Bereich 2300 bis 2400. Woher weiß ich, welcher Port zu welchem Rechner gehört? Was passiert, wenn beide zufällig denselben wählen?
Die Lösung: DXport! http://www.puffinsoft.com
DXport bietet die Möglichkeit, den portbereich, den direct play benutzt, von 2300-2400 auf einen kleineren Bereich einzuschränken. Dies erreicht es, indem es einfach alle anderen Ports für sich belegt.
Man kann für PC1 z.B. den Bereich 2302-2311 und für PC2 den Bereich 2312-2321 festlegen. Dafür muß man DXport auf beiden Rechnern ausführen und entsprechend konfigurieren. Erst wenn DXport aktiv ist, sollte man S3 starten (bei mir steht es inzwischen im Autostart Ordner).
Damit kann man jetzt beim Router die Portbereiche definitiv einem Rechner zuordnen, da S3 auf dem jeweiligen Rechner nur noch Ports aus dem Portbereich auswählt, der bei DXport eingestellt ist, nicht mehr aus dem kompletten Bereich von 2300 bis 2400.

Bleibt noch der Lobbychat. Läuft er bei einem Rechner schon ohne extra forwarding-Regel, so sollte es auch bei 2 Rechnern klappen (und man kann die nächsten Zeilen überspringen).
Braucht man eine forwarding Regel, so muß man etwas tricksen. Da auf beiden Rechnern Siedler3 den sourceport 3343 wählt, kommt es beim Router zu einem Konflikt, da dort nicht ein Port zwei unterschiedlichen Rechnern zugeordnet werden kann.
Daher wird vom Router normalerweise automatisch ein source-port verändert. Da man den neuen port im Voraus nicht kennt(und er meist von mal zu mal variiert), kann man für ihn kein forwarding einrichten. Die Folge: der eine client sieht in der Lobby nix, spielen sollte er aber trotzdem können.
Lösung: Man zwingt den zweiten Rechner, nicht port 3343 sondern 3344 zu benutzen. Dadurch gibt es keinen Konflikt beim Router und man kann ein forwarding für port 3344 an PC2 einrichten. Dies kann man erreichen, in dem man auf dem 2. PC port 3343 von einer anderen Anwendung benutzen läßt und damit blockiert. S3 nimmt dann automatisch den nächsten, also 3344.
Dies kann man z.B. mit dem tambu dummy server erreichen (den spuckte google als erstes aus): http://www.xploiter.com/tambu/tambudummy.shtml
Merkwürdigerweise wird das Tool inzwischen zum Teil von Antivirenprogrammen bzw. spyware Suchprogrammen gefunden, allerdings ist mir nicht klar wieso.
Mir ist nichts gefährliches daran bekannt.

Wer will kann sich aber auch selber ein tool schreiben.
Alternativ kann man, falls der Router das unterstützt, auch einen port redirect machen, allerdings muß das in beide Richtungen möglich sein: source port 3343 von PC2 wird am Router in source port 3344 (oder einen anderen) verändert (source NAT).
Zusätzlich muß alles, was an port 3344 des Routers gesendet wird, zurück auf port 3343 von PC2 geroutet werden (destination NAT).


Übersicht forwarding:
2302-2311, tcp und udp an PC1, DXport auf PC1 entsprechend konfigurieren
2312-2321, tcp und udp an PC2, DXport auf PC2 entsprechend konfigurieren
47624, tcp und udp an PC1 oder PC2, je nachdem welcher ein möglicher host sein soll, beide gleichzeitig geht nicht.

für den lobby chat, falls nötig:
3343 udp an PC1
3344 udp an PC2, zusätzlich 3343 auf dem Rechner durch eine andere Anwendung blockieren lassen

Ein Problem könnte eventuell auftreten, wenn Daten von von PC1 zu PC2 nicht mehr über den Router laufen, sondern direkt mit den internen IPs versendet werden. Eventuell reicht es in diesem Fall, wenn der Host extern ist.

Router, bei denen es mit 2 Spielern (laut der jeweiligen Autoren) tatsächlich funktioniert:
D-link 604: http://settlers4.net/forum/thread.php?threadid=9303
Edimax 6104 und SMC Barricade 7004 VBR: http://settlers4.net/forum/thread.php?threadid=5840
Linux, 2.4er Kernel mit netfilter/iptables: bei mir :)
to be continued...

Allgemeine Links:

Vauteers Einstellungen für seinen SMC Barricade Router: http://www.vauteer.de/tipps.html

hier eine Seite, die für diverse Router zeigt, wie man portforwarding einstellt, wirklich sehr gut gemacht:
http://www.portforward.com/routers.htm

hier eine support Seite von WoW, auf denen für einige Router beschrieben ist, wie man dort ports einstellt
(sind dort natürlich nicht die Siedler Ports, sondern die WoW Ports)
http://faq.wow-europe.com/de/category.php?id=23

hier eine Seite, die portforwarding Beispiele für edonkey hat, schon etwas älter, aber immerhin eine größere Liste von Routern:
http://www.ed2k-serverboard.de/diesel/edonkey/datenbank.html



Forum zu allerlei Routern:
http://www.router-forum.de (unter Router FAQs bzw. Filesharing FAQ findet man Portforwarding Beispiele für verschiedene Router)
http://www.netzwerkrouter.de
http://www.dslrouter-hilfe.de

NAT:
http://de.wikipedia.org/wiki/Network_Address_Translation


Mini-FAQ:

Ich kann kein Spiel joinen, wenn ich host bin kommt keiner rein, was kann ich tun?
-> portforwarding für die direct-play ports einrichten.

Wenn in einen chatraum gehe, sehe ich zwar die Liste der Leute, aber im chatfenster sehe ich nur meinen eigenen Text.
-> portforwarding für den/die lobby-ports einrichten.
Falls das nicht hilft, könnte es sein, daß der Router bei der Durchführung von NAT den source-port verändert (das alte linux-masquerading machte das(dort braucht man aber kein portforwarding für die lobby), scheinbar auch der inzwischen veraltete Router edimax br 6004+). Dadurch greift dann die Portforwarding-Regel nicht. Lösung unbekannt.

Wieso kann mein Router kein portforwarding?
-> gute Frage, eventuell gibt es ein firmware-update für den Router, einfach mal nachschauen.
Oft heißt es auch irgendwie anders, z.B. Virtual Server. Man kann auch auf der Herstellerseite in die FAQ schauen (falls vorhanden), häufig findet man dort einen Eintrag, der in etwa so lautet:
"Wie kann ich einen FTP- oder Webserver im eigenen LAN vom Internet aus erreichbar machen?". Die dort angebotene Lösung entspricht normalerweise dem portforwarding (in dem Fall für port 21 bzw. 80).

Wenn mehr als ca. 20 Leute im Chatraum sind, komme ich auf einmal nicht mehr hinein.
-> Wenn man einen chatraum betritt, wird die Liste der anwesenden Leute vom Lobbyserver an den client übertragen. Wenn viele Leute anwesend sind, passen die Daten nicht mehr in ein einzelnes IP-Paket, es wird fragmentiert. Sollte der Router die fragmentierten Pakete nicht korrekt weiterleiten, könnte dies die Ursache sein. Lösung unbekannt.

Mein Router kann nur einzele Ports forwarden, keine Portbereiche.
-> Empfehlung: DXport einsetzen (siehe Abschnitt siedeln mit mehreren Rechnern), Bereich auf >= 2 ports verringern, z.B. 2302-2303. So muß man "nur" die ports 2302, 2303, 47624 und eventuell noch 3343 forwarden. DXport muß auf dem Siedlerrechner aktiv sein!

Was ist ein trigger-port?
-> Router mit einem Menüpunkt Special Applications haben diesen Eintrag. Gedacht ist diese Funktionalität für Protkolle, die über einen Control Port neue Verbindungen initiieren (wie z.B. direct play mit port 47624).
Der Gedanke dahinter: Wenn ein Rechner aus dem internen LAN auf einen Rechner auf den triggerport verbindet, dann aktiviere portforwarding für die in der special applications Regel angegebenen ports. Dies geschieht dynamisch für denjenigen internen Rechner, der etwas auf den triggerport sendet, es ist kein statisches portforwarding an eine feste (interne) ip. Allerdings kann es nicht gleichzeitig für 2 Rechner aktiv sein.
Wie man bei vauteer sehen kann (http://www.vauteer.de/tipps.html), bietet sich als triggerport udp 3344 an, das ist nämlich der lobbyserver-port, auf den man beim Eintritt in die S3-Lobby verbindet, frei nach dem Motto wer die Lobby betritt, will auch irgendwann spielen, also lieber Router aktiviere bitte alle nötigen port-forwardings für Siedler 3 :)


Ich habe alles eingestellt, wieso geht trotzdem nichts?
-> Mögliche Ursache: Im Router oder auf dem PC ist eine Firewall aktiv. Die nötigen Ports müssen natürlich auch hier freigeschaltet sein. Ansonsten hier im Forum fragen, mit genauer Beschreibung des Routers und der Konfiguration, eventuell weiß jemand Rat.
Man kann sich natürlich auch vertrauensvoll an die BB-Hotline wenden :hehe:
Oder im Forum des Router-Herstellers fragen/stöbern.
Oder hier irgendwo fragen:
http://www.router-forum.de (unter Router FAQs bzw. Filesharing FAQ findet man Portforwarding Beispiele für verschiedene Router)
http://www.netzwerkrouter.de
http://www.dslrouter-hilfe.de


Ich habe gar keinen Router, trotzdem kann ich kein Spiel joinen.
-> Mögliche Ursachen:
- Der Provider vergibt keine öffentliche IP, sondern eine private und macht seinerseits NAT. Dies könnte bei kleineren Providern passieren, ist aber eher selten.
- Die Einwahlsoftware betreibt ihrerseits NAT. Aufgetreten bei der Fritz Card DSL mit der Software FRITZ!web. Wird als tolles Sicherheitsfeature verkauft, naja. Lösung: direkte Einwahl, siehe http://settlers4.net/forum/thread.php?threadid=8317

Ich kann nur whispern, wenn ich öffentlich schreibe, fliege ich in unregelmässigen Abständen(win2000, winXP).
-> Hat zwar nichts mit dem Router zu tun, aber scheinbar liegt das an eventuell auftretenden ICMP destination unreachable Paketen. Lösung: mit einer Firewall blocken (http://settlers4.net/forum/thread.php?threadid=5275) oder folgende Anweisungen befolgen: http://www.netzwerk-guide.de
Avatar Lavinia
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Farmer

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Dabei seit: 04 / 2005

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24.05.2006 - 14:11 Uhr

Re: siedeln mit Router

Vielen Dank Jim.... ne wirklich gute Erklärung. Gut, dass du sie wieder gefunden hast ;)

liebe Grüße
Lavinia
Liebe Grüsse und viel Spass beim Siedeln
Lavinia


http://friederike.hat-gar-keine-homepage.de
Avatar Knight Jim
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Schwertkämpfer

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18.05.2008 - 20:04 Uhr

Re: siedeln mit Router

Nachdem es es bei portforward.com jetzt einen Eintrag für Siedler3 gibt, möchte ich den hier auch verlinken:
http://www.portforward.com/eng...3index.htm

Allerdings fehlen dort die Ports 2300-2400 für TCP, sie sind nur bei UDP eingetragen, warum auch immer. Ist aber eh nur relevant, wenn der Router zwischen TCP und UDP unterscheidet, viele tun es nicht, von daher ist der Eintrag schon ganz brauchbar.

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